Ein letzter Post aus Amman

admin | Juni 10th, 2005 - 16:24

Ich weiß, längere Zeit nicht gemeldet… die letzten Tage im Boarding-House sind mittlerweile vorüber, die Jungs sind gestern nach Hause gegangen. Ich war zwischenzeitlich noch bei 5 meiner Kinder zu Hause, bei zwei von ihnen ein 2. Mal. Der Abschied gestern war nicht so traurig, wie gedacht, aber ich weiß, dass sie mir alle fehlen werden… so bin ich selbst jetzt nur noch kurz hier.

Volker ist vorgestern angekommen, heute Steffen, ein Student, der in Beirut war – wir werden die nächsten Tage sicherlich etwas mit ihnen machen. Morgen oder Samstag geht es noch einmal ans Tote Meer und in ein Naturreservat. Heute waren wir auf dem Kleidermarkt in Amman, der immer Freitags ist und haben wieder viele lustige Sachen gesehen, aus der Altkleidersammlung, auch aus Deutschland (z.B. eine Verdi-Kappe). Es gibt wirklich alles, auf was man niemals kommen würde.

Unsere Prepaid-Internetkarte ist nur noch heute gültig, ich werde wahrscheinlich erst aus Deutschland wieder auf die Webseite schreiben, da ich jetzt nur noch sehr kurz bei Musa zum Email-checken ins Büro kann, aber nicht für mehr.

Das genaue Flugdatum gibt es hier jetzt aber nicht zu lesen, ihr habt mich aber bald wieder… viele liebe Grüße, ein letztes Mal aus Amman!

Barbecue und Totes Meer und Reisebericht Israel

admin | Mai 16th, 2005 - 16:01

Gestern und vorgestern waren besondere Tage für meine Jungs.Wir haben mit unserer Schneller-Family am Samstag Barbecue gemacht. Wir waren auf dem Campingplatz, der hier auf dem Gelände ist und haben dort Hähnchen, Tomaten, Zwiebeln und Kartoffeln dem Feuer überlassen! Die Jungs waren in 3er bis 6er Gruppen zusammen und hatten immer einen eigenen kleinen Grill und jede Menge Spaß. Es war eben eine willkommene Abwechslung vom Schneller-Alltag. Natürlich gab es noch ein großes Feuer, der Internatsleiter Najib kam auch noch hinzu und so war es ein sehr schöner Abend.

Gestern waren wir dann mit meinen Jungs am Toten Meer. Wir haben einen Bus gemietet, Sandwiches und Getränke mitgenommen und los gings – allein auf der Fahrt war es schon eine gute Stimmung (Party-ähnlich), am Meer angekommen waren die Jungs natürlich nicht mehr zu halten. Mein Erzieher, Issa, war auch mit im Wasser und so hatten dann alle 21 Jungs, er und wir (Eva und Steffen sind mitgekommen) einen tollen Nachmittag. Für viele der Kinder war es das erste Mal im Toten Meer – und das, obwohl es nicht einmal 1 1/2 Stunden Fahrt von Amman entfernt ist. Die anderen Kinder waren natürlich schon neidisch, denn so was gibt’s nicht alle Tage!

An dieser Stelle danke ich schon einmal allen aus dem Freundeskreis, die etwas zu der Spende, die mir mitgebracht wurde, beigetragen haben. Für die Kinder war es etwas Einmaliges und es war schön, sie so glücklich zu sehen. Natürlich ist längst nicht alles in diese 2 Aktivitäten gegangen, die Jungs haben schon seit längerem neue Fußbälle etc. Jedenfalls war es ein außergewöhnliches Wochenende, was sicherlich nicht nur mir in Erinnerung bleiben wird.

Heute kommen Steffens Eltern an, Freitag reist Eva ab – es ist immer etwas los. Nächste Woche werde ich folglich alleine an der Schule sein, was aber auch nicht weiter tragisch ist. A propos Abreise: Mitte bis Ende Juni hat Deutschland mich wieder. Durch Evas Abreise ist mir bewusst geworden, dass ich nur noch 5 Wochen hier im Land bin, und so versuche ich das Beste aus dieser Zeit zu machen. Sicher wird es wieder schneller vorübergehen als gedacht.

Ich wollte ja noch was über Israel schreiben… daher hier das, was in meinem aktuellen Rundbrief steht (ein bisschen viel, aber ich wollte nicht für die Webseite noch einmal alles schreiben):

Die letzte Woche waren hier an der Schule Osterferien, da Ostern hier einen Monat später als in Deutschland gefeiert wird. So sind wir also gleich weitergereist nach Israel, oder, genauer, erst einmal nach Jerusalem.

An der Grenze lief – wen wundert es – mal wieder nicht alles so, wie gedacht. Unsere Visa von Syrien und dem Libanon waren dafür verantwortlich, dass wir ganze 2 Stunden auf unser Visum für Israel warten durften. Ich fand es nicht so schlimm und auch fast verständlich. Immerhin darf man nach Israel einreisen, wenn man Visa von diesen Staaten hat, anders herum ist es nicht möglich. Ansonsten wird das Gepäck natürlich total auseinander genommen und an 3 verschiedenen Stellen werden einem die selben Fragen gestellt, um zu sehen, ob man sich nicht irgendwann doch noch  widerspricht. Schließlich hat alles geklappt und wir waren im “Besetzen Palästina” (so die offizielle Bezeichnung Syriens für Israel).

In Jerusalem sind wir in einer Herberge direkt in der Altstadt abgestiegen. Nach einer Nacht war uns dann aber klar, dass ein Schlafsaal, wo ständig Leute raus- und reingehen und um 5 Uhr morgens Wecker klingeln doch nicht das Wahre ist. So sind wir in ein zwar doppelt so teures, aber immer noch billiges Hotel umgezogen. Die Zimmer waren zwar nicht wirklich sauber, warmes Wasser gab es auch nicht, und auf die Frage nach Handtüchern bekamen wir dann benutzte, nicht gewaschene, aber es war schon in Ordnung. Wir hatten immerhin eigene Zimmer, es gab kostenlos Tee, eine Dachterrasse mit toller Sicht auf die Altstadt und den Tempelberg und einer der Angestellten war auch sehr nett.

In diesem Hotel haben wir dann am letzten Abend einen Palästinenser kennen gelernt, der 11 Jahre in Deutschland gelebt hat und am nächsten Tag das 2. Staatsexamen für Jura hatte. Wir haben uns erst über alles mögliche unterhalten, bis wir schließlich zum Thema Israel und Palästina kamen. Er meinte, seine Meinung wäre natürlich nie objektiv oder würde zumindest nie als objektiv gesehen. Natürlich hat er Israel kritisiert, und in vielen Punkten hatte er durchaus Recht, in manchen Sachen ging es Richtung Verschwörungstheorie (Möllemann sei möglicherweise durch den israelischen Geheimdienst Mossad getötet worden, und dass Arafat vergiftet wurde sei ja auch allen klar). Davon kann man halten, was man will – sicher ist nur, dass den Geheimdiensten mancher Länder so ziemlich alles zuzutrauen ist ;) . Jedenfalls war es eine sehr interessante Unterhaltung.

Jerusalem an sich ist eher weniger aufregend, abgesehen natürlich von der Altstadt mit ihren engen Gässchen, den vielen Händlern usw. Selbstverständlich waren wir in den diversen religiösen Stätten wie der Grabeskirche, sind die Via Dolerosa entlanggelaufen (der Kreuzweg), waren in einigen Kirchen, auf dem Ölberg, dem Tempelberg, an der Klagemauer und im Garten Gethsemane. Israel wird ja nicht umsonst das “Heilige Land” genannt.

An einem Tag haben wir uns mit Volker, auch ein Freund von mir und Volontär in Jerusalem, getroffen. Er hat uns ein paar Ecken gezeigt, die wir sonst wohl nicht gesehen hätten, unter anderem das Viertel der Ultraorthodoxen Juden. Hier hatten wir schon den Eindruck, nicht willkommen zu sein. Da Volker nachmittags arbeiten musste, sind wir zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem gegangen. Hier sind die Grausamkeiten der Nazis relativ gut aufgearbeitet. Ich hatte doch ein komisches Gefühl zwischen all den Juden herum zu laufen – was nicht an den ganzen Filmen, Bildern und Texten lag, sondern den Blicken, die uns teilweise zugeworfen wurden. Ich habe wegen diesen Blicken ganz gemischte Gefühle gehabt. Einerseits wollte ich in diesem Moment lieber eine andere Nationalität haben, andererseits kann ich nun wirklich nichts für die Vergangenheit Deutschlands. Leider wird in Yad Vashem nichts z.B. von den Beziehungen zwischen Israel und Deutschland nach dem 2. Weltkrieg geschrieben, so dass man – nachdem die Verbrechen des 3. Reich detailliert dargestellt werden – eigentlich nur ein negatives Bild nicht nur von Deutschland damals, sondern auch von heute haben kann. Wir hatten jedenfalls diesen Eindruck und fanden das ein wenig schade. Auf keinen Fall darf man die Geschichte vergessen, und es muss immer in Erinnerung bleiben, aber es sollte nicht zu Lasten der heutigen Generation sein. Auch über den Widerstand ist wenig zu sehen, von Deutschen, die Juden geholfen haben, wird einzig Oskar Schindler genannt. Leider werden fast nur die Verbrechen an den Juden behandelt; Sinti und Roma sowie Menschen mit Behinderungen, die genauso getötet wurden, finden wenig Beachtung. Da es eine Gedenkstätte für die ermordeten 6 Millionen Juden ist kann man das wohl auch nur bedingt erwarten. Inhaltlich und technisch kann man sonst nicht meckern. Es ist so viel Material angehäuft, dass man wohl einen ganzen Tag bräuchte, um alles zu lesen und zu sehen. Manche Dinge haben mich weniger berührt, wenn man dann aber ein Interview von einer Überlebenden sieht, die 7 Jahre alt war, als sie nicht er-, sondern nur angeschossen wurde oder wenn man einzelne andere Schicksale nachlesen kann und Fotos dazu sieht, ist man schon erschüttert. Besonders getroffen hat es mich, als ich über einen Glasboden gelaufen bin, unter dem eine große Anzahl Schuhe lag, die Juden vor ihrer Vernichtung im KZ Auschwitz ausziehen mussten und die dann auf einem Haufen gesammelt wurden. Mit der Zahl von 6 Millionen kann man nicht viel anfangen, der Verstand sagt einem nur, dass es schlimm ist – getroffen ist man dann erst, wenn man entsprechendes Material zu Gesicht bekommt. Am Ende ist man dann um so trauriger, wenn man weiß, dass zu viele aus der Geschichte nichts gelernt haben.

Unser Aufenthalt in Israel war aber nicht nur auf Jerusalem beschränkt. Wir waren in Betlehem in der Kirche, die über dem Stall steht, wo Jesus geboren sein soll. Betlehem ist eine ganz normale arabische Stadt und außer der Kirche gibt es eigentlich nichts, was sehenswert wäre. Die Stadt liegt im Palästinensischen Autonomiegebiet. Wir sind von dort aus weiter nach Hebron gefahren, wo uns nach kurzer Zeit ein Araber nicht mehr von der Seite gewichen ist und uns eine Stunde lang herumgeführt hat. In Hebron gibt es mitten in der Stadt jüdische Siedler. Grenzstraßen sind total leer, man sieht kaum Menschen, dafür Soldaten und Kontrollposten. Das war schon sehr krass, vor allem, als uns dann erzählt wurde, dass es jeden Tag Ärger gibt. So bewerfen sich jüdische und arabische Kinder wohl des Öfteren mit Steinen, und auch die Erwachsenen wenden natürlich Gewalt an. In Hebron gibt es zu allem Überfluss eine Moschee, die für beide Religionen ein Heiligtum darstellt, da hier Abraham begraben liegen soll. 1994 drang ein jüdischer Siedler in die Moschee ein und erschoss 35 betende Muslime, seitdem gibt es strengste Sicherheitsvorkehrungen und auch wir wurden natürlich durchsucht. Es ist irgendwie so aufgeteilt, dass abwechselnd Moslems und Juden hinein dürfen. Uns war schon sehr mulmig, als wir direkt in dieser kritischen Zone herum gelaufen sind und so waren wir dann froh, als es wieder zurück nach Jerusalem ging. Natürlich wurde unser Bus am Kontrollpunkt dann auseinander genommen. Alle Männer durften aussteigen und ein Soldat hat dann uns draußen, ein anderer die Frauen drinnen kontrolliert. Bei uns gab es keine Probleme, aber wir hatten nicht nur dieses Mal den Eindruck, dass es einigen der Soldaten Spaß zu machen scheint, sich einen oder mehrere Araber herauszupicken und ein wenig zu schikanieren. Sie haben eben die Macht und können im Prinzip machen, was sie wollen.

Nachdem uns erzählt wurde, dass “Jerusalem nicht Israel” sei, haben wir dann beschlossen, nach Tel Aviv und Tiberias zu fahren. Es stimmt schon, in Jerusalem kommt man oft auch mit seinen Arabischkenntnissen weiter, in Tel Aviv dagegen überhaupt nicht mehr. Witzig war, dass wir mehrmals auf Hebräisch angeredet wurden. Für uns war das neu, weil wir in Jordanien und allen anderen arabischen Ländern immer sofort als Ausländer erkannt wurden, hier aber durchaus zur Bevölkerung gehören könnten. Tel Aviv ist eine schöne Stadt, besonders die Lage am Mittelmeer ist natürlich genial und dank des langen Strandes kann man auch super baden oder sich einfach nur ans Meer setzen und den Moment genießen.

Ein Tag westliche Großstadt war uns dann aber auch genug, und so waren wir noch einen Tag in Tiberias am See Genezareth. Hier wurden wir von Sintflutartigen Regenfällen überrascht – damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet. Eigentlich wollten wir Fahrräder mieten, das fiel dann aber buchstäblich ins Wasser. Immerhin schien später wieder die Sonne und wir hatten noch einen schönen Tag. In unserem Hotel hatten wir dann sogar deutsches Fernsehen. Welcher Luxus! Einmal mehr ist uns dann aber gleichzeitig wieder aufgefallen, dass auf allen Kanälen Müll am laufenden Band kommt. Außer Nachrichten und ein paar Reportagen vermisse ich in dieser Richtung hier nun auch wirklich nichts.

Abschließend lässt sich zu Israel sagen, dass das Land sicher einen Besuch wert ist. Sympathisch wird es mir dadurch aber nicht. Erstens ist es zu teuer (teilweise teurer als Deutschland), und zweitens hatte ich zu oft das Gefühl, nicht erwünscht zu sein. Außerdem kritisiere ich die Politik der Regierung, die Israelis halten sich mehrheitlich offensichtlich für etwas Besseres als die Palästinenser und der Umgang der Israelis mit letzteren ist oft nicht in Ordnung. Ich sympathisiere eher mit den Arabern nach all dieser Zeit hier. Ich hoffe, dass sie ihren Staat bekommen, aber ich habe eher den Eindruck, dass es hier noch viele Probleme geben wird. Was ich auch nicht mochte, waren die ewigen Kontrollen. Selbst vor jedem Supermarkt wird man durchsucht und auf Dauer ist das doch sehr nervig und anstrengend. Das Volk ist (verständlicherweise?) sehr paranoid. Geschockt war ich, als wir erfuhren, dass Männer 3 und Frauen 2 Jahre Wehrdienst leisten und danach noch bis zum 40. Lebensjahr oder länger jedes Jahr ca. 1 Monat lang Dienst leisten müssen. So hat der Staat natürlich eine riesige Armee, aber ich als Wehrdienstverweigerer finde es ziemlich krank. Ich denke, mit einer anderen Politik könnten sie sich vieles ersparen in dieser Hinsicht.

Zurueck…

admin | April 8th, 2005 - 15:29

Meine Family ist wieder wohlbehalten in Deutschland angekommen – so finde ich jetzt Zeit, einen kleinen Eintrag zu verfassen.

Es waren wirklich 2 sehr schoene Wochen und es hat Spass gemacht, sie durch das Land zu fuehren und alles zu zeigen – auch wenn nicht immer alles 100%ig geklappt hat, aber das gehoert denke ich dazu. Wir haben im Prinzip alles gesehen, was es in Jordanien zu sehen gibt (diverse alte Burgen, roemische Ruinen, Petra, Wadi Rum mit unglaublichen Felsformationen, Amman, das Jordantal, das Tote Meer – und natuerlich noch Aqaba). Wenn man seine Familie 7 Monate lang nicht gesehen hat ist es jedenfalls ganz schoen, sie wieder um sich zu haben. Bis zum naechsten Wiedersehen dauert es jetzt aber auch nicht mehr lange – das Ende meines Aufenthaltes rueckt immer naeher.

Ich bin uebrigens auch ganz froh, ein paar meiner Sachen, hauptsaechlich Winterklamotten, los geworden zu sein – immerhin hatte ich schon auf dem Hinflug Uebergepaeck. Unschoen fand ich es, wie meine Schwester teilweise angebaggert wurde. Wenn man nach Italien oder Spanien reist, mag das noch angehen – in einem muslimischen Land, in dem Maenner so etwas nicht duerfen und es sich bei einheimischen Frauen nie trauen wuerden, ist es schon unverschaemt und inakzeptabel. Wobei die Touristen nicht gerade dazu beitragen, das Bild des Westens zu verbessern. Jedenfalls ist dies ein weiterer Punkt, der die Zweiseitigkeit dieser Gesellschaft zeigt.

Vorgestern waren wir mit Julian, einem Volontaer aus dem Libanon, und Ingo, Evas Brieffreund, in einem kleinen Canyon am Toten Meer. Hier schlaengelt sich ein kleiner Fluss durch. Scheint von einer heissen Quelle zu kommen, das Wasser ist sehr warm. Es ist sehr schoen dort, aber ich habe es natuerlich geschafft, ins Wasser zu fallen, weil ich auf einem glitschigen Stein ausgerutscht bin. So war ich dann ziemlich komplett nass. Dummerweise hatte ich Geld in der Hosentasche, sowie mein Handy und meine Digitalkamera. Das Glueck im Unglueck war dann, dass ich blitzschnell reagiert habe und dass meine Kamera in einer Tasche drin war. So war sie leich feucht, geht aber noch. Das Handy ist spritzwassergeschuetzt und hat deswegen auch nichts abbekommen – ich hatte schon ziemlich Angst. So war am Ende nur ich nass, war aber nicht schlimm, da es sehr warm war. Der Fluss ist so flach, dass man Barfuss problemlos drin rumlaufen kann, aber es gibt halt schon Stellen mit Stroemung und welche wo man leicht ausrutschen kann. Immerhin habe ich die anderen erfreut ;-)

Was gibt es sonst… gestern war ein Anschlag in Kairo, in Khan al Khalili. Auf diesem Markt sind wir erst im Januar herumgelaufen. Soetwas erinnert einen dann doch immer wieder, in welcher Region man sich befindet – selbst en vermeintlich sicheres Land wie Aegypten ist nicht gegen Anschlaege gefeit. Ich frage mich, wie es in Zukunft weitergehen wird.

So, ich schliesse fuer heute. Sitze naemlich gerade unten im Office von Musa, und hier wird gleich zu gemacht. Ach ja, es gibt um die 50 neue Bilder, von Dana (endlich), von Evas Party, die sie mit den Kleinen gemacht hat und vom Marathon, der hier auf dem Gelaende statt gefunden hat. Viele liebe Gruesse in die Heimat, euer Sebastian

PS: verzeiht mir die Umlaute und das Sz, geht hier an diesem PC nicht.

Besuch!

admin | März 28th, 2005 - 15:26

Wollte nur mal kurz was verkünden: Meine Familie ist seit einer Woche da – war bisher eine sehr schöne Zeit. Morgen geht es nach Petra und Aqaba, wir werden erst am 4.4. wieder in der Schneller-Schule sein. Vorher gibt es hier sicher keine Updates, sorry!

Besuche, Besuche, Besuche

admin | Februar 23rd, 2005 - 20:30

So, lange nichts mehr gehört von meiner Seite… daher will ich kurz die vergangenen Tage zusammenfassen.

Letzte Woche war endlich Evas lang erwarteter Besuch bei uns an der Schule, so dass sie jeden Tag volles Programm hatte – in einer Woche die wichtigen Sachen hier zu sehen ist auch gar nicht mal so einfach.

Aber bei mir stand ja auch Besuch an… Donnerstag abend bekam ich einen Anruf, dass Volker in Israel doch feststeckte und erst am nächsten Morgen kommen würde. So haben wir dann Freitag einen gemütlichen Tag in Amman verbracht bei wirklich bombastischem Wetter – nach der Kälteperiode war es doch überraschend, mal wieder im T-Shirt rumlaufen zu können (mittlerweile ist es leider wieder kälter). Samstag war Volker in Petra, so dass ich mich einfach den anderen Dreien angeschlossen habe und mit ihnen eine Tour zu den Wüstenschlössern gemacht habe. War ein ganz schöner, wenn auch anstrengender Tag. Die folgenden 2 Tage habe ich dann etwas gemacht, was ich hier in der ganzen Zeit noch nicht gemacht hatte – Amman zu Fuß erkunden. Dank Volker kann ich mich jetzt doch besser orientieren als davor, außerdem war es unheimlich interessant. Zu Fuß sieht man manche Sachen, die man aus dem Auto heraus nicht bemerken kann. Ich habe mich jedenfalls tierisch gefreut, Volker zu sehen. Wir hatten jede Menge Spaß und haben viel geblödelt und gelacht… war schon sehr schön, einen alten Schulkameraden nach ein paar Monaten wieder zu treffen.

Immerhin weiß ich jetzt auch den Weg mit dem Auto zum Flughafen, da ich zusammen mit Eva ihre Freunde abgeholt hatte (war um 2 Uhr Nachts). Ansonsten war ich nur teilweise als Beifahrer hilfreich, da wir uns in der Woche doch 2x u.a. wegen mir hoffnungslos verfahren haben – nobody is perfect. Amman ist aber auch ne blöde Stadt mit dem Auto… ;-)

Jetzt steht ersteinmal wieder das Wochenende an, worauf ich mich freue. Eigentlich wollten wir Samstag in den Libanon reisen, aufgrund der aktuellen Lage nach dem Anschlag in Beirut sind wir allerdings erst einmal hier geblieben. Mal schauen, wann oder ob wir überhaupt fahren. Wahrscheinlich wird die Lage nicht besser in der Zeit, in der wir hier sind. Wir haben mal eine E-Mail an unsere Volontärskollegen geschickt und sie gefragt, wie es denn im Libanon aussieht, mal schauen, was ihr Direktor uns empfiehlt. Die Schneller-Schule dort hat immerhin für eine Woche dicht gemacht.

Kurzes Lebenszeichen

admin | Februar 5th, 2005 - 18:45

Wir waren diese Woche 2 Tage bei Musa zu Hause, haben abends mal die Sports-Bar im Marriott ausprobiert und sind ansonsten die Tage entspannt angegangen ;-)

Heute abend war Elisabeth Schulz da. Unser Kochen war eigentlich ganz erfolgreich (Gemüseauflauf, Steffen und ich haben uns noch Cordon Bleu gekauft und zum Nachtisch Obstsalat). War ein schöner Abend. Am 13. sind wir dann beim Abschiedsgottesdienst und der Abschiedsfeier von Elisabeth, die ja zurück nach Deutschland geht nach 3 Jahren Amman. Joa, ansonsten habe ich sortiert, ca. 90 Bilder werde ich demnächst erst einmal hochladen, mal schauen, wann ich dazu komme, denn ich muss dafür ja Musas PC annektieren, und der hat ja auch genug zu tun.

abstecher zur university of jordan

admin | Januar 6th, 2005 - 18:17

uns gehts gut soweit, kein wunder, die kinder sind ja auch heim heute :-D

naja, viel arbeit ist eh nicht gewesen die letzten tage, da ja noch die volontaere aus dem libanon da waren. war eine ganz nette zeit auf jeden fall. dienstag waren wir in der university of jordan, wo die deutsche botschaft eine ausstellung zum thema “30 jahre deutschland in den vereinten nationen” eroeffnet hat. die ausstellung besteht zwar nur aus bildtafeln, lustig war es trotzdem, denn die studenten liefen dann ploetzlich mit mini-deutschland-fahnen herum und haben sich auf die infohefte gestuerzt.

die letzten tage hat es hier ordentlich geregnet, leider ist es auch wieder kaelter geworden, aber wird schon wieder waermer werden. heut abend wollen wir vielleicht nen film schauen, und morgen planen wir wohl mal unsere aegypten-reise.

besuch der libanesen

admin | Dezember 30th, 2004 - 18:09

pff… man mag es kaum glauben mit der flutkatastrophe. wir lesen ja fast täglich spiegel online, und es ist wirklich unvorstellbar, was man da so liest. davids (volontär in salt) chefin ist gerade in sri lanka. glücklicherweise ist ihr nichts passiert. man kann es sich aber wirklich nicht vorstellen, wenn man liest, dass bis zu 100.000 leute umgekommen sein könnten. wir haben augenzeugenberichte gelesen, man kann ja nur hoffen, dass sich die situation nicht noch verschlimmert und die hilfsaktionen erfolgreich verlaufen, um zu retten, was zu retten ist.

die letzten 3 tage waren trotz allem sehr schön. die volontäre von der schneller-schule im libanon sind am sonntag angekommen, die volontäre aus der einrichtung für behinderte in beirut am dienstag. wir haben sehr viel unternommen, waren viel in amman unterwegs, u.a. in vielen ecken, die ich selbst noch nicht gesehen hatte. besonders toll war natürlich, als dienstag abend florian ankam, der ja bei mir im jahrgang war. es war schon schön, sich auszutauschen. u.a. weiß ich jetzt, dass sie im libanon noch viel schlechter auto fahren als hier… und hier ist es schon schlimm! ;-)

heute sind sie nach petra weitergefahren, silvester wollen sie in aqaba verbringen. wir hätten gerne mit ihnen zusammen gefeiert, aber wir wollten nicht mit runter nach aqaba, da die hotels fast alle ausgebucht sind und es auch relativ teuer ist – wir wollen ja im januar noch nach ägypten. außerdem waren wir schon in aqaba. anfang januar werden sie jedenfalls zurück kommen, so dass wir dann da noch einmal zusammen etwas unternehmen können. wir werden silvester wohl erst chinesisch essen gehen und dann mal sehen, wohin wir uns in amman begeben, um das neue jahr einzuläuten… das können wir dann immer noch relativ spontan entscheiden.

wir haben momentan bis zum 3.1. ferien, allerdings waren die kinder diese woche 3 tage da. wir hatten allerdings trotzdem frei. im januar sind dann die midyear-exams für alle kinder, wo der tagesablauf anders aussehen wird und wo die kinder sehr viel study time haben, damit sie sich gut vorbereiten können. ab dem 13.1. haben wir dann über 3 wochen frei, wo wir die ägypten-reise geplant haben.

das wetter ist hier die letzten tage übrigens super, in downtown konnte man gestern in der sonne im t-shirt rumlaufen. auch heute war es wieder sehr schönes wetter. ach ja, heute waren wir mit elisabeth schulz, der deutschen pfarrerin, in einer pizzeria essen und danach im cozmo, einem supermarkt, der praktisch alles hat, einkaufen. war auch ein schöner tag. morgen abend werden wir wohl mit sebastian aus salt was machen. also, viele liebe grüße aus amman!

ps: ungeziefer gibt es hier ja eigentlich nicht, aber ich war dann doch erstaunt, gestern abend im flur einer mittelgroßen ratte zu begegnen… sie ist dann allerdings weggelaufen und war nicht mehr zu sehen. als ich mit fotoapparat wiederkam, saß sie wieder da, den kopf zu mir gereckt, aber zu weit weg – und dann war sie auch wieder verschwunden. irgendwer hatte unten im gebäude die tür offen gelassen, da muss sie wohl reingekommen sein. ich fands überhaupt nicht schlimm, aber es ist schon blöde, dass der müll, der immer noch offen rumliegt und ja auch essensreste beinhaltet dann ratten anzieht. wobei die es nicht leicht haben bei den vielen wilden katzen, die wir hier haben, da gleicht es sich dann wohl wieder aus ;-)

schon wieder krank

admin | Dezember 9th, 2004 - 17:32

jaja… langsam wird es echt nervig. ich habe mal wieder probleme mit dem magen. heut morgen war mir schlecht, dann ging es wieder… nach dem sprachkurs musste ich mich aber ins bett begeben – mit leichter übelkeit, rückenschmerzen und generell total geschwächt.

so sind eva und steffen heut abend ohne mich nach amman, um die beiden saltis zu treffen – und ich werde mich gleich ins bett begeben. echt zum kotzen, auf gut deutsch, in deutschland hatte ich nie was… *seufz*

morgen sind wir mittags auf der weihnachtsfeier der deutschen gemeinde, am vormittag wird der mann von einer unserer sprachkurs-lehrerinnen wohl zum pfarrer ernannt, da sind wir eingeladen und werden auch hingehen, da es nicht weit von hier ist. joa, sonst ist nicht so viel los – wir haben jetzt einen schönen rot blinkenden plastik-weihnachtsbaum in der familie, aber so richtige weihnachtsstimmung mag hier nicht aufkommen. ist für mich persönlich aber auch nicht schlimm. am 21.12. ist weihnachtsfeier in der schule, was wir heiligabend machen wissen wir noch nicht. generell ist hier in jordanien weihnachten betreffend nicht wirklich was los, was sicherlich am winzigen christen-anteil liegt.

letze woche freitag waren wir mit der deutschen pfarrerin, elisabeth schulz, in einer pizzeria und danach in einer netten bar, war ein sehr schöner abend. letzte woche über waren auch einige leute vom ems da, u.a. katja buck, die chefredakteurin des schneller-magazin (habe ich glaube ich noch nicht erwähnt, es gibt ein magazin der schneller-schulen in jordanien und im libanon). war sehr nett, vor allem ein abend im blue fig in abdoun. und, was ja auch sehr schön ist: katja hat mir ein paar cds und fluch der karibik und american psycho auf dvd mitgebracht. hatte ich bei amazon.de bestellt und an sie schicken lassen. die cds sind echt nicht schlecht. gestern haben wir american psycho gesehen, ein kranker film.

außerdem haben wir jetzt eine salatsoße und braten- sowie rahmsoße. halt so pulver zum anrühren. so ein salat hat mir schon gefehlt irgendwie, war sehr schön, mal wieder einen zu essen. leider ist das essen an der schule echt schlimm, ich weiß nicht, wie ich das die nächsten monate managen soll, einige sachen ekeln mich schon fast an inzwischen… oh man. hoffentlich gibt es hier noch die von musa versprochene verbesserung, aber es ist halt kein geld da, und so wird überall gespart…

ansonsten bin ich momentan dabei, sehr viel mit meinen kindern zu basteln, sind schon einige tolle sachen bei rausgekommen – gerade machen wir so figuren aus toilettenpapier-rollen. die haben schon gute ideen teilweise, erstaunlich. und sie haben ja einen adventskalender (wir auch). den einen habe ich halt der family zur verfügung gestellt und eine liste gemacht, wann wer ein türchen aufmachen kann, ist nicht so leicht, weil manche nicht warten wollen. irgendwer hat z.b. schon die schokolade von nr.22 gegessen :-D – ist aber kein problem bei 20 kindern.

eben gerade kam hazim in mein zimmer, weil er von bshara gehört hatte, dass ich krank bin – er wollte mich ins krankenhaus fahren. schien echt besorgt gewesen zu sein. fand ich sehr nett, heute aber noch unnötig, ich rechne ja noch damit, dass es mir morgen wieder gut geht. inshallah! (hoffentlich! bzw “so gott will”).

so, das wars erst mal von mir soweit, ich melde mich wieder, mal schauen wann. versucht mal, die stressige weihnachtszeit zu genießen (ist im übrigen auch mal ganz nett, nicht mit dem ganzen kommerziellen scheiß überflutet zu werden), und genießt vor allem das gute essen im deutschland und die warme wohnung, alles nicht selbstverständlich!

petra im regen, südafrika und mehr

admin | November 28th, 2004 - 17:17

so, endlich komme ich dazu, mal über petra zu berichten. eigentlich müsste ich gerade arbeiten, aber ich habe frei bekommen, da sebastian aus salt uns einen überraschungsbesuch abgestattet hat und ich so bis eben mit ihm was gemacht hab. es sind gerade 4 schweizer da, die hinten auf dem campingplatz mit 2 jeeps stehen – 2 paare, die sich zufällig auf ihrer tour nach südafrika (!) getroffen haben. war schon interessant, sich mit ihnen zu unterhalten. sie haben sich insgesamt 1 jahr auszeit genommen und wohl sehr lange darauf gespart. ich finde es jedenfalls total super, sowas zu machen. solche erlebnisse kann einem keiner mehr nehmen. andere sparen halt auf ein auto, aber so eine reise ist doch nicht damit zu vergleichen.

aber zurück zu petra. wir hatten nur 2 stunden zeit zur besichtigung, was ja nun wirklich nur für einen flüchtigen eindruck reicht – es hat sich aber gelohnt. die busfahrt dauerte ca. 4 stunden. vor ort haben wir dann erfahren, dass wir nur kurz reingehen können, aber das war dann ersteinmal egal, da man ja gespannt war und weil es uns nichts gekostet hat. um halb 2 sollten wir zurück am eingang sein, da es dann etwas im restaurant zu essen gab. so liefen wir ziemlich ahnungslos rein… sehr beeindruckend, aber schwer zu beschreiben. ersteinmal läuft man schon ne halbe stunde, bis man vor dem schatzhaus steht, evtl. sogar mehr. das schatzhaus dürfte vielen aus indiana jones bekannt sein, fotos gibt es später. es ist das beeindruckendste und berühmteste “gebäude” in petra. die gesamte stadt ist aus dem fels gehauen, also riesige räume etc. – und das vor 2000 jahren, unglaublich, dass menschen damals soetwas vollbringen konnten. der weg hinein ist auch sehr beeindruckend, da man durch eine relativ enge schlucht läuft, wo es links und rechts doch recht steil nach oben geht.

viel zeit hatten wir drinnen ja nicht, und als es dann anfing zu regnen, wollten wir uns auch nicht groß unterstellen, damit wir wenigstens einen kleinen eindruck bekommen konnten. es hat dann auch wieder aufgehört zu regnen, aber nur sehr kurz, bis es dann wieder ordentlich weiter ging. hier mussten wir den rückweg antreten, da wir schon knapp dran waren, was die zeit betrifft. es waren vereinzelt kleine wasserfälle zu sehen, was wir ganz witzig fanden… an einem rand war ein kleiner fluss, was auch noch interessant war – bis wir dann um eine ecke kamen und der gesamte weg ein einziger fluss wurde. unsere schuhe waren praktisch sofort durchnässt. letzten endes kam das wasser dann von oben und von unten, es war einfach unglaublich. der gesamte hinweg in dem siik, der schlucht, war voll mit wasser, so hoch, dass man die schuhe nicht sehen konnte… so sind wir also alle rausgewatet und wurden immer nässer. uns kamen sogar noch touristen entgegen, das war quasi das unglaublichste :-D

jedenfalls kamen wir fast völlig durchnässt (die jacke hat auch nicht dichtgehalten) und zu spät im restaurant an, wo wir hungrig alles runtergeschlungen haben, was das buffet so zu bieten hatte. dummerweise war es wirklich arschkalt, denn wir waren ja nass… und das wetter hier ist in den letzten 2 wochen drastisch schlechter geworden, was ich noch gar nicht erwähnt habe hier. gestern waren es 5-9 grad in amman. soll aber wieder wärmer werden. egal, jedenfalls habe ich meine hose auf der toilette ausgezogen und ausgewrungen, die anderen beiden auch. es ist ja ein seminar gewesen, dessen teilnehmer einen ausflug gemacht haben, und die wollten eigentlich noch tagen in petra, aber das haben sie dann sein lassen, und so sind wir dann zurück. allerdings waren wir seit ca. 13 uhr an den füßen nass und kamen dann erst um ca. 20:15 in der schneller-schule an – ihr könnt euch ja denken, wie angenehm die busfahrt war *bibber*… ich habe meine schuhe ausgezogen, weil das wasser drin stand, das war nicht auszuhalten. irgendwie haben wir es dann geschafft, und ich bin auch nicht krank geworden glücklicherweise.

gestern haben wir erfahren, dass 3 italiener in petra ertrunken sind, 15 mussten ins krankenhaus, und 150 leute mussten sie bergen, weil sie nicht mehr rauskamen. das wasser im siik soll bis zu 60 cm hoch gewesen sein, bei der geschwindigkeit, mit der es geflossen ist war das schon ein reißender fluss… und das gelände ist ja riesig, wer weiß in welchen teilen es die leute erwischt hat, da gibt es ja auch engere schluchten, wo man bei so wassermassen dann unweigerlich mitgerissen wird. wir hatten also ziemliches glück. im sommer ist soetwas nicht zu erleben, weil es halt nicht regnet. so, das wars zu petra, sehr abenteuerlich, das ganze.

hier an der schule ist die heizung übrigens nur 3 stunden am abend an, und nur in dieser zeit gibt es warmes wasser, ansonsten muss man kalt duschen und auch ansonsten frieren. die schule muss halt geld sparen. ich springe deswegen mal gleich unter die dusche, solange es warm ist :-D wir werden uns wohl so kleine heizer kaufen, die man in die steckdose stecken kann, 10 JD das stück, das ist nicht teuer, und wir können es uns warm machen wann wir wollen. das wird die schule dann zwar einiges an strom kosten, aber frieren ist definitiv keine alternative. ansonsten bin ich die letzten tage echt mit meiner winterjacke in der familie gewesen, beim essen, und auch sonst – es ist einfach zu kalt ohne. schon traurig, wenn die kinder morgens mit mütze aufm kopf frühstücken müssen und irgendwo an einer idiotischen stelle gespart wird – wie mit dem essen, was teils immer noch fast ekelhaft ist. es kann halt nicht alles toll sein!