Ein letzter Post aus Amman

admin | Juni 10th, 2005 - 16:24

Ich weiß, längere Zeit nicht gemeldet… die letzten Tage im Boarding-House sind mittlerweile vorüber, die Jungs sind gestern nach Hause gegangen. Ich war zwischenzeitlich noch bei 5 meiner Kinder zu Hause, bei zwei von ihnen ein 2. Mal. Der Abschied gestern war nicht so traurig, wie gedacht, aber ich weiß, dass sie mir alle fehlen werden… so bin ich selbst jetzt nur noch kurz hier.

Volker ist vorgestern angekommen, heute Steffen, ein Student, der in Beirut war – wir werden die nächsten Tage sicherlich etwas mit ihnen machen. Morgen oder Samstag geht es noch einmal ans Tote Meer und in ein Naturreservat. Heute waren wir auf dem Kleidermarkt in Amman, der immer Freitags ist und haben wieder viele lustige Sachen gesehen, aus der Altkleidersammlung, auch aus Deutschland (z.B. eine Verdi-Kappe). Es gibt wirklich alles, auf was man niemals kommen würde.

Unsere Prepaid-Internetkarte ist nur noch heute gültig, ich werde wahrscheinlich erst aus Deutschland wieder auf die Webseite schreiben, da ich jetzt nur noch sehr kurz bei Musa zum Email-checken ins Büro kann, aber nicht für mehr.

Das genaue Flugdatum gibt es hier jetzt aber nicht zu lesen, ihr habt mich aber bald wieder… viele liebe Grüße, ein letztes Mal aus Amman!

Barbecue und Totes Meer und Reisebericht Israel

admin | Mai 16th, 2005 - 16:01

Gestern und vorgestern waren besondere Tage für meine Jungs.Wir haben mit unserer Schneller-Family am Samstag Barbecue gemacht. Wir waren auf dem Campingplatz, der hier auf dem Gelände ist und haben dort Hähnchen, Tomaten, Zwiebeln und Kartoffeln dem Feuer überlassen! Die Jungs waren in 3er bis 6er Gruppen zusammen und hatten immer einen eigenen kleinen Grill und jede Menge Spaß. Es war eben eine willkommene Abwechslung vom Schneller-Alltag. Natürlich gab es noch ein großes Feuer, der Internatsleiter Najib kam auch noch hinzu und so war es ein sehr schöner Abend.

Gestern waren wir dann mit meinen Jungs am Toten Meer. Wir haben einen Bus gemietet, Sandwiches und Getränke mitgenommen und los gings – allein auf der Fahrt war es schon eine gute Stimmung (Party-ähnlich), am Meer angekommen waren die Jungs natürlich nicht mehr zu halten. Mein Erzieher, Issa, war auch mit im Wasser und so hatten dann alle 21 Jungs, er und wir (Eva und Steffen sind mitgekommen) einen tollen Nachmittag. Für viele der Kinder war es das erste Mal im Toten Meer – und das, obwohl es nicht einmal 1 1/2 Stunden Fahrt von Amman entfernt ist. Die anderen Kinder waren natürlich schon neidisch, denn so was gibt’s nicht alle Tage!

An dieser Stelle danke ich schon einmal allen aus dem Freundeskreis, die etwas zu der Spende, die mir mitgebracht wurde, beigetragen haben. Für die Kinder war es etwas Einmaliges und es war schön, sie so glücklich zu sehen. Natürlich ist längst nicht alles in diese 2 Aktivitäten gegangen, die Jungs haben schon seit längerem neue Fußbälle etc. Jedenfalls war es ein außergewöhnliches Wochenende, was sicherlich nicht nur mir in Erinnerung bleiben wird.

Heute kommen Steffens Eltern an, Freitag reist Eva ab – es ist immer etwas los. Nächste Woche werde ich folglich alleine an der Schule sein, was aber auch nicht weiter tragisch ist. A propos Abreise: Mitte bis Ende Juni hat Deutschland mich wieder. Durch Evas Abreise ist mir bewusst geworden, dass ich nur noch 5 Wochen hier im Land bin, und so versuche ich das Beste aus dieser Zeit zu machen. Sicher wird es wieder schneller vorübergehen als gedacht.

Ich wollte ja noch was über Israel schreiben… daher hier das, was in meinem aktuellen Rundbrief steht (ein bisschen viel, aber ich wollte nicht für die Webseite noch einmal alles schreiben):

Die letzte Woche waren hier an der Schule Osterferien, da Ostern hier einen Monat später als in Deutschland gefeiert wird. So sind wir also gleich weitergereist nach Israel, oder, genauer, erst einmal nach Jerusalem.

An der Grenze lief – wen wundert es – mal wieder nicht alles so, wie gedacht. Unsere Visa von Syrien und dem Libanon waren dafür verantwortlich, dass wir ganze 2 Stunden auf unser Visum für Israel warten durften. Ich fand es nicht so schlimm und auch fast verständlich. Immerhin darf man nach Israel einreisen, wenn man Visa von diesen Staaten hat, anders herum ist es nicht möglich. Ansonsten wird das Gepäck natürlich total auseinander genommen und an 3 verschiedenen Stellen werden einem die selben Fragen gestellt, um zu sehen, ob man sich nicht irgendwann doch noch  widerspricht. Schließlich hat alles geklappt und wir waren im “Besetzen Palästina” (so die offizielle Bezeichnung Syriens für Israel).

In Jerusalem sind wir in einer Herberge direkt in der Altstadt abgestiegen. Nach einer Nacht war uns dann aber klar, dass ein Schlafsaal, wo ständig Leute raus- und reingehen und um 5 Uhr morgens Wecker klingeln doch nicht das Wahre ist. So sind wir in ein zwar doppelt so teures, aber immer noch billiges Hotel umgezogen. Die Zimmer waren zwar nicht wirklich sauber, warmes Wasser gab es auch nicht, und auf die Frage nach Handtüchern bekamen wir dann benutzte, nicht gewaschene, aber es war schon in Ordnung. Wir hatten immerhin eigene Zimmer, es gab kostenlos Tee, eine Dachterrasse mit toller Sicht auf die Altstadt und den Tempelberg und einer der Angestellten war auch sehr nett.

In diesem Hotel haben wir dann am letzten Abend einen Palästinenser kennen gelernt, der 11 Jahre in Deutschland gelebt hat und am nächsten Tag das 2. Staatsexamen für Jura hatte. Wir haben uns erst über alles mögliche unterhalten, bis wir schließlich zum Thema Israel und Palästina kamen. Er meinte, seine Meinung wäre natürlich nie objektiv oder würde zumindest nie als objektiv gesehen. Natürlich hat er Israel kritisiert, und in vielen Punkten hatte er durchaus Recht, in manchen Sachen ging es Richtung Verschwörungstheorie (Möllemann sei möglicherweise durch den israelischen Geheimdienst Mossad getötet worden, und dass Arafat vergiftet wurde sei ja auch allen klar). Davon kann man halten, was man will – sicher ist nur, dass den Geheimdiensten mancher Länder so ziemlich alles zuzutrauen ist ;) . Jedenfalls war es eine sehr interessante Unterhaltung.

Jerusalem an sich ist eher weniger aufregend, abgesehen natürlich von der Altstadt mit ihren engen Gässchen, den vielen Händlern usw. Selbstverständlich waren wir in den diversen religiösen Stätten wie der Grabeskirche, sind die Via Dolerosa entlanggelaufen (der Kreuzweg), waren in einigen Kirchen, auf dem Ölberg, dem Tempelberg, an der Klagemauer und im Garten Gethsemane. Israel wird ja nicht umsonst das “Heilige Land” genannt.

An einem Tag haben wir uns mit Volker, auch ein Freund von mir und Volontär in Jerusalem, getroffen. Er hat uns ein paar Ecken gezeigt, die wir sonst wohl nicht gesehen hätten, unter anderem das Viertel der Ultraorthodoxen Juden. Hier hatten wir schon den Eindruck, nicht willkommen zu sein. Da Volker nachmittags arbeiten musste, sind wir zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem gegangen. Hier sind die Grausamkeiten der Nazis relativ gut aufgearbeitet. Ich hatte doch ein komisches Gefühl zwischen all den Juden herum zu laufen – was nicht an den ganzen Filmen, Bildern und Texten lag, sondern den Blicken, die uns teilweise zugeworfen wurden. Ich habe wegen diesen Blicken ganz gemischte Gefühle gehabt. Einerseits wollte ich in diesem Moment lieber eine andere Nationalität haben, andererseits kann ich nun wirklich nichts für die Vergangenheit Deutschlands. Leider wird in Yad Vashem nichts z.B. von den Beziehungen zwischen Israel und Deutschland nach dem 2. Weltkrieg geschrieben, so dass man – nachdem die Verbrechen des 3. Reich detailliert dargestellt werden – eigentlich nur ein negatives Bild nicht nur von Deutschland damals, sondern auch von heute haben kann. Wir hatten jedenfalls diesen Eindruck und fanden das ein wenig schade. Auf keinen Fall darf man die Geschichte vergessen, und es muss immer in Erinnerung bleiben, aber es sollte nicht zu Lasten der heutigen Generation sein. Auch über den Widerstand ist wenig zu sehen, von Deutschen, die Juden geholfen haben, wird einzig Oskar Schindler genannt. Leider werden fast nur die Verbrechen an den Juden behandelt; Sinti und Roma sowie Menschen mit Behinderungen, die genauso getötet wurden, finden wenig Beachtung. Da es eine Gedenkstätte für die ermordeten 6 Millionen Juden ist kann man das wohl auch nur bedingt erwarten. Inhaltlich und technisch kann man sonst nicht meckern. Es ist so viel Material angehäuft, dass man wohl einen ganzen Tag bräuchte, um alles zu lesen und zu sehen. Manche Dinge haben mich weniger berührt, wenn man dann aber ein Interview von einer Überlebenden sieht, die 7 Jahre alt war, als sie nicht er-, sondern nur angeschossen wurde oder wenn man einzelne andere Schicksale nachlesen kann und Fotos dazu sieht, ist man schon erschüttert. Besonders getroffen hat es mich, als ich über einen Glasboden gelaufen bin, unter dem eine große Anzahl Schuhe lag, die Juden vor ihrer Vernichtung im KZ Auschwitz ausziehen mussten und die dann auf einem Haufen gesammelt wurden. Mit der Zahl von 6 Millionen kann man nicht viel anfangen, der Verstand sagt einem nur, dass es schlimm ist – getroffen ist man dann erst, wenn man entsprechendes Material zu Gesicht bekommt. Am Ende ist man dann um so trauriger, wenn man weiß, dass zu viele aus der Geschichte nichts gelernt haben.

Unser Aufenthalt in Israel war aber nicht nur auf Jerusalem beschränkt. Wir waren in Betlehem in der Kirche, die über dem Stall steht, wo Jesus geboren sein soll. Betlehem ist eine ganz normale arabische Stadt und außer der Kirche gibt es eigentlich nichts, was sehenswert wäre. Die Stadt liegt im Palästinensischen Autonomiegebiet. Wir sind von dort aus weiter nach Hebron gefahren, wo uns nach kurzer Zeit ein Araber nicht mehr von der Seite gewichen ist und uns eine Stunde lang herumgeführt hat. In Hebron gibt es mitten in der Stadt jüdische Siedler. Grenzstraßen sind total leer, man sieht kaum Menschen, dafür Soldaten und Kontrollposten. Das war schon sehr krass, vor allem, als uns dann erzählt wurde, dass es jeden Tag Ärger gibt. So bewerfen sich jüdische und arabische Kinder wohl des Öfteren mit Steinen, und auch die Erwachsenen wenden natürlich Gewalt an. In Hebron gibt es zu allem Überfluss eine Moschee, die für beide Religionen ein Heiligtum darstellt, da hier Abraham begraben liegen soll. 1994 drang ein jüdischer Siedler in die Moschee ein und erschoss 35 betende Muslime, seitdem gibt es strengste Sicherheitsvorkehrungen und auch wir wurden natürlich durchsucht. Es ist irgendwie so aufgeteilt, dass abwechselnd Moslems und Juden hinein dürfen. Uns war schon sehr mulmig, als wir direkt in dieser kritischen Zone herum gelaufen sind und so waren wir dann froh, als es wieder zurück nach Jerusalem ging. Natürlich wurde unser Bus am Kontrollpunkt dann auseinander genommen. Alle Männer durften aussteigen und ein Soldat hat dann uns draußen, ein anderer die Frauen drinnen kontrolliert. Bei uns gab es keine Probleme, aber wir hatten nicht nur dieses Mal den Eindruck, dass es einigen der Soldaten Spaß zu machen scheint, sich einen oder mehrere Araber herauszupicken und ein wenig zu schikanieren. Sie haben eben die Macht und können im Prinzip machen, was sie wollen.

Nachdem uns erzählt wurde, dass “Jerusalem nicht Israel” sei, haben wir dann beschlossen, nach Tel Aviv und Tiberias zu fahren. Es stimmt schon, in Jerusalem kommt man oft auch mit seinen Arabischkenntnissen weiter, in Tel Aviv dagegen überhaupt nicht mehr. Witzig war, dass wir mehrmals auf Hebräisch angeredet wurden. Für uns war das neu, weil wir in Jordanien und allen anderen arabischen Ländern immer sofort als Ausländer erkannt wurden, hier aber durchaus zur Bevölkerung gehören könnten. Tel Aviv ist eine schöne Stadt, besonders die Lage am Mittelmeer ist natürlich genial und dank des langen Strandes kann man auch super baden oder sich einfach nur ans Meer setzen und den Moment genießen.

Ein Tag westliche Großstadt war uns dann aber auch genug, und so waren wir noch einen Tag in Tiberias am See Genezareth. Hier wurden wir von Sintflutartigen Regenfällen überrascht – damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet. Eigentlich wollten wir Fahrräder mieten, das fiel dann aber buchstäblich ins Wasser. Immerhin schien später wieder die Sonne und wir hatten noch einen schönen Tag. In unserem Hotel hatten wir dann sogar deutsches Fernsehen. Welcher Luxus! Einmal mehr ist uns dann aber gleichzeitig wieder aufgefallen, dass auf allen Kanälen Müll am laufenden Band kommt. Außer Nachrichten und ein paar Reportagen vermisse ich in dieser Richtung hier nun auch wirklich nichts.

Abschließend lässt sich zu Israel sagen, dass das Land sicher einen Besuch wert ist. Sympathisch wird es mir dadurch aber nicht. Erstens ist es zu teuer (teilweise teurer als Deutschland), und zweitens hatte ich zu oft das Gefühl, nicht erwünscht zu sein. Außerdem kritisiere ich die Politik der Regierung, die Israelis halten sich mehrheitlich offensichtlich für etwas Besseres als die Palästinenser und der Umgang der Israelis mit letzteren ist oft nicht in Ordnung. Ich sympathisiere eher mit den Arabern nach all dieser Zeit hier. Ich hoffe, dass sie ihren Staat bekommen, aber ich habe eher den Eindruck, dass es hier noch viele Probleme geben wird. Was ich auch nicht mochte, waren die ewigen Kontrollen. Selbst vor jedem Supermarkt wird man durchsucht und auf Dauer ist das doch sehr nervig und anstrengend. Das Volk ist (verständlicherweise?) sehr paranoid. Geschockt war ich, als wir erfuhren, dass Männer 3 und Frauen 2 Jahre Wehrdienst leisten und danach noch bis zum 40. Lebensjahr oder länger jedes Jahr ca. 1 Monat lang Dienst leisten müssen. So hat der Staat natürlich eine riesige Armee, aber ich als Wehrdienstverweigerer finde es ziemlich krank. Ich denke, mit einer anderen Politik könnten sie sich vieles ersparen in dieser Hinsicht.

Wieder in Amman

admin | Mai 6th, 2005 - 15:57

Seit Donnerstag sind wir wieder in Amman.

Gerade ist es ein wenig spät, ich werde demnächst was zu Israel schreiben – das wird wieder ein längerer Bericht, so viel sei schon mal gesagt. Kann also gut sein, dass ich mir damit ein paar Tage Zeit lasse ;)

Besuche, Besuche, Besuche

admin | Februar 23rd, 2005 - 20:30

So, lange nichts mehr gehört von meiner Seite… daher will ich kurz die vergangenen Tage zusammenfassen.

Letzte Woche war endlich Evas lang erwarteter Besuch bei uns an der Schule, so dass sie jeden Tag volles Programm hatte – in einer Woche die wichtigen Sachen hier zu sehen ist auch gar nicht mal so einfach.

Aber bei mir stand ja auch Besuch an… Donnerstag abend bekam ich einen Anruf, dass Volker in Israel doch feststeckte und erst am nächsten Morgen kommen würde. So haben wir dann Freitag einen gemütlichen Tag in Amman verbracht bei wirklich bombastischem Wetter – nach der Kälteperiode war es doch überraschend, mal wieder im T-Shirt rumlaufen zu können (mittlerweile ist es leider wieder kälter). Samstag war Volker in Petra, so dass ich mich einfach den anderen Dreien angeschlossen habe und mit ihnen eine Tour zu den Wüstenschlössern gemacht habe. War ein ganz schöner, wenn auch anstrengender Tag. Die folgenden 2 Tage habe ich dann etwas gemacht, was ich hier in der ganzen Zeit noch nicht gemacht hatte – Amman zu Fuß erkunden. Dank Volker kann ich mich jetzt doch besser orientieren als davor, außerdem war es unheimlich interessant. Zu Fuß sieht man manche Sachen, die man aus dem Auto heraus nicht bemerken kann. Ich habe mich jedenfalls tierisch gefreut, Volker zu sehen. Wir hatten jede Menge Spaß und haben viel geblödelt und gelacht… war schon sehr schön, einen alten Schulkameraden nach ein paar Monaten wieder zu treffen.

Immerhin weiß ich jetzt auch den Weg mit dem Auto zum Flughafen, da ich zusammen mit Eva ihre Freunde abgeholt hatte (war um 2 Uhr Nachts). Ansonsten war ich nur teilweise als Beifahrer hilfreich, da wir uns in der Woche doch 2x u.a. wegen mir hoffnungslos verfahren haben – nobody is perfect. Amman ist aber auch ne blöde Stadt mit dem Auto… ;-)

Jetzt steht ersteinmal wieder das Wochenende an, worauf ich mich freue. Eigentlich wollten wir Samstag in den Libanon reisen, aufgrund der aktuellen Lage nach dem Anschlag in Beirut sind wir allerdings erst einmal hier geblieben. Mal schauen, wann oder ob wir überhaupt fahren. Wahrscheinlich wird die Lage nicht besser in der Zeit, in der wir hier sind. Wir haben mal eine E-Mail an unsere Volontärskollegen geschickt und sie gefragt, wie es denn im Libanon aussieht, mal schauen, was ihr Direktor uns empfiehlt. Die Schneller-Schule dort hat immerhin für eine Woche dicht gemacht.

Geburstag in Jordanien

admin | Februar 13th, 2005 - 18:50

So, heute abend komme ich doch noch dazu, einen Überblick über die vergangenen Tage zu geben. Diese Woche war ja langes Wochenende, d.h. von Donnerstag morgen bis Montag morgen frei. Das kam mir natürlich mit meinem Geburtstag sehr gelegen!

Donnerstag Mittag waren wir in der Mecca Mall, um mal ins Kino zu gehen, was wir irgendwie bisher hier noch nicht geschafft haben. Wir haben uns für Blade Trinity entschieden, weil wir ja schon ahnen konnten, dass er nicht sehr Dialoglastig sein würde – auf Englisch ist es nicht ganz so leicht zu folgen. War jedenfalls ganz witzig, auch wenn die Story an sich (Kampf gegen Vampire und Dracula) schon sehr albern ist ;-) Abends haben wir uns spontan mit den 2 Saltis getroffen und sind in einen Irish Pub gefahren, wo wir dann in meinen Geburtstag reingefeiert haben. Der Abend ist doch alkoholreicher geworden, als ich gedacht hätte. War jedenfalls sehr lustig, vor allem, zu sehen, wie sich dann doch jemand übernommen hatte. Die 2 haben dann bei uns übernachtet.

Am nächsten Morgen, oder eher Mittag (11:30), nachdem dann alle aufgestanden waren wurde ich mit einer Torte überrascht. Die Beiden haben sich dann aufgemacht, ich habe von meinen Kollegen noch ein paar Kleinigkeiten bekommen, und am Nachmittag haben wir nicht allzu viel gemacht. Wir hatten noch ein Meeting mit Hanna, dem Direktor, um über unsere Ideen und Pläne für das 2. Halbjahr zu reden, was sehr erfolgreich war. Ich bin mal gespannt, was sich verwirklichen lässt. Wir wollen schon noch etwas hinterlassen, wenn wir weg sind.

Freitag abend waren wir eingeladen bei der Botschaftsmitarbeiterin, die allerdings doch nicht auch am 11., sondern am 12. Geburtstag hat. War eine ganz nette Feier auf jeden Fall und ein guter Ausklang für meinen Geburtstag. Jedenfalls war er auf jeden Fall viel besser, als ich gedacht hätte und echt ein schöner Tag.

Samstag haben wir es relativ ruhig angehen lassen… Abends haben Steffen und ich uns mit einer Argile hingesetzt und ‘Apocalypse Now – Redux’ angesehen. Ein sehr empfehlenswerter Film, sollte man noch mal die Irsinnigkeit des Krieges vor Augen geführt bekommen wollen.

Heute war Verabschiedung und Abschiedsgottesdienst von Elisabeth Schulz, der Pfarrerin der Deutschen Evangelischen Gemeinde in Amman. War ganz schön, noch einmal Tschüss sagen zu können, da wir ja doch ein paar Mal etwas mit ihr unternommen haben. Ansonsten ist alles beim Alten. Es ist hier immer noch ziemlich kalt. Dummerweise geht seit Tagen das Warmwasser nicht, so dass wir entweder gar nicht oder kalt duschen dürfen. Kalt ist wirklich fast unmöglich, da das Wasser eine grausame Temperatur hat. Ich tippe auf deutlich unter 10 Grad. Na ja, wenn der Wassertank auf dem Dach ist und es draußen 5-10 Grad hat ist das wohl auch nicht verwunderlich. Morgen kommen die Kinder wieder, da gibt es wenigstens dann in den Families warmes Wasser, da kann ich dann da duschen, sollten sie es nicht hinkriegen bei uns im Flur. Ihr wisst gar nicht, wie gut es euch mit Zentralheizung etc geht ;-)

Morgen Abend werden wir zur Christian Community gehen, wo Valentine Party ist. Wahrscheinlich ist die Musik wieder zu laut, aber es gibt was zu essen, und die 2 Saltis kommen auch, so wird es wohl ganz lustig werden. Ah ja, Donnerstag wird mich wohl Volker aus Israel bis Dienstag besuchen kommen. Ich freue mich, wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen, wird sicher eine schöne halbe Woche. Wir wissen noch nicht genau, was wir machen, aber wir bleiben wohl in der Gegend um Amman, weil er auch noch was da zu erledigen hat.

Soviel also für heute, ich will noch ein bisschen etwas an meinem Rundbrief schreiben, der ist nämlich auch mal wieder fällig. Danke natürlich noch für die ganzen Glückwünsche, die ich erhalten habe – hat mich sehr gefreut!

Kurzes Lebenszeichen

admin | Februar 5th, 2005 - 18:45

Wir waren diese Woche 2 Tage bei Musa zu Hause, haben abends mal die Sports-Bar im Marriott ausprobiert und sind ansonsten die Tage entspannt angegangen ;-)

Heute abend war Elisabeth Schulz da. Unser Kochen war eigentlich ganz erfolgreich (Gemüseauflauf, Steffen und ich haben uns noch Cordon Bleu gekauft und zum Nachtisch Obstsalat). War ein schöner Abend. Am 13. sind wir dann beim Abschiedsgottesdienst und der Abschiedsfeier von Elisabeth, die ja zurück nach Deutschland geht nach 3 Jahren Amman. Joa, ansonsten habe ich sortiert, ca. 90 Bilder werde ich demnächst erst einmal hochladen, mal schauen, wann ich dazu komme, denn ich muss dafür ja Musas PC annektieren, und der hat ja auch genug zu tun.

Zurück an der Schneller-Schule

admin | Februar 1st, 2005 - 18:31

Gemein! Vorgestern noch am Roten Meer gelegen, und heute muss man schon wieder die Winterjacke auspacken. Wir sind zurück in Amman, früher als geplant – nachdem mal wieder nicht alles so geklappt hat, wie es eigentlich sollte.

Wir hatten beschlossen, keine Wüstensafari zu machen, wie wir erst angedacht hatten und so einen Tag früher zurück zu fahren. Gestern sind wir also mit dem Bus nach Nuveiba gefahren, wo wir die Fähre nach Aqaba genommen haben. Es war das reinste Chaos, allein schon am Ticketschalter. Leider kostete ein Ticket 55 $, da gestern nur das Schnellboot gefahren ist. Die Fährlinie hat eine schnelle Fähre, die nur 1 Std statt 3 Std fährt, aber eben auch 3x so teuer ist. Wir mussten in den saueren Apfel beißen, da wir keine Lust hatten, mit dem ganzen Gepäck ein Hotel in Nuveiba zu suchen, das wäre noch stressiger gewesen. Damit fiel dann aber auch der Plan, in Aqaba eine Nacht zu bleiben, da es uns jetzt doch zu teuer geworden war und wir sowieso keine Lust mehr hatten – die ewige Warterei, nervige Araber, die sich hemmungslos vordrängeln, der hohe Preis – unsere Laune war zumindest kurzzeitig im Keller. Dann haben wir noch erfahren, dass der Bus, den wir nach Amman nehmen wollten um 18 Uhr nicht mehr fährt (zu diesem Zeitpunkt waren wir dann nämlich endlich in Aqaba), glücklicherweise hat aber dann doch alles geklappt, weil wir mit 3 Arabern in einem Minibus nach Amman gefahren sind. Die 3 waren ganz nett und haben uns noch gleich zum Mansaf-Essen demnächst mal eingeladen. Um Mitternacht waren wir dann endlich wieder in der TSS.

Ich war echt froh, auch, dass unser ganzes Gepäck unbeschadet angekommen ist. Ich habe diverse Shisha-Teile gekauft, die ganzen Töpfe aus Glas, das war schon heikel – und die wahrscheinlich knapp 50 cm große Anubis-Statue war auch nicht gerade leicht zu transportieren. Tja, selbst schuld, hätte den Kram ja nicht kaufen müssen.

Wir hätten übrigens auch über Israel auf dem Landweg einreisen können, kam für uns aber nicht in Frage, da wir Angst haben, irgend einen Stempel in den Pass zu bekommen, und dann wäre unsere geplante Reise in den Libanon und nach Syrien gleich im Vorfeld aus gewesen, da die beiden Staaten mit Israel ja netterweise immer noch keinen Friedensvertrag haben.

Der kurze Rote-Meer-Aufenthalt am Ende hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, es war doch entspannend und angenehm. Schnorcheln kann echt interessant sein, wie ich herausgefunden habe – muss ich in Aqaba dann nochmal machen, denn das ist ja auch ein Taucherparadies. Unser Hotel war auch ganz gut, zum Schluss mal ein besseres zu nehmen war eine gute Wahl. Ganz überzeugend war es dann aber doch nicht, denn es ist doch ziemlich laut, weil es direkt im Zentrum liegt (hat trotzdem Meerblick) und weil wir beim Verlassen des Zimmers gestern etwas gefunden haben, was doch verdächtig nach einer Kakerlake ausssah. Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass uns der Ägypten-Urlaub doch sehr gut getan und gut gefallen hat. Zwar nerven die Touristenmassen, die man teilweise antrifft, und noch mehr die Ägypter selbst (Jordanier sind definitiv netter & angenehmer), aber auch hier gibt es natürlich Ausnahmen, und das Land selbst ist super und auf jeden Fall eine Reise wert. Das war dann auch unser Fazit – vom Land her schöner als Jordanien, von den Leuten her sind wir aber doch froh, hier zu sein.

Heut abend gehen wir mit zu Musa und werden dort auch übernachten, ansonsten steht noch Verschiedenes auf dem Plan diese Woche, u.a. machen wir sicherlich etwas mit den Saltis und  einen Abend wollen wir Elisabeth Schulz, die deutsche Pfarrerin, einladen, die am 13.2. hier aufhört und zurück nach Deutschland geht. A propos einladen: Am 11.2. sind wir auf die Geburtstagsfeier von Senta Rudolph eingeladen (wie passend *g*), wir waren ja schon Weihnachten bei ihr und haben auch Silvester mit ihr gefeiert. Finde ich natürlich ganz nett, da kann ich gleich mitfeieren ;-)

Viele liebe Grüße endlich wieder aus dem gewohnten Zuhause Amman, euer Sebastian

2005

admin | Januar 1st, 2005 - 18:13

ich wollte nur schnell allen ein frohes neues wünschen! auf dass ihr euch alle an eure vorsätze halten mögt… aber was sagte gestern die deutsch-amerikanerin auf der neujahrsfete, gefragt nach ihren vorsätzen: “i don’t make any, i don’t break any”.  wo sie recht hat, hat sie recht. ja, wie eben erwähnt waren wir gestern eingeladen auf einer fete, in der wohnung eines BGS-mitarbeiters der deutschen botschaft. da waren dann ca. 30 leute versammelt, und es war doch ein ganz cooler abend. immerhin konnten wir dann auch mit sekt anstoßen um mitternacht. dafür habe ich keinen einzigen feuerwerkskörper sehen können gestern, weil wir ja drinnen waren. viele kann man aber wohl eh nicht sehen, da die moslems ihr neujahr ja eigentlich im februar feiern.

davor waren wir chinesisch essen, ich habe seit 4 monaten mal wieder schweinefleisch gegessen, auch wenn es nicht als solches erkennbar war in der süß-sauren soße. vorgestern waren wir mit munzer, den wir auf der weihnachtsfete kennen gelernt haben, in amman unterwegs, was ganz nett war. er hatte noch 2 freunde dabei. generell kann ich momentan bemerken, wie mein handy immer mehr jordanische nummern gespeichert hat – ich weiß bei einer schon gar nicht mehr, wer es ist. allein gestern habe ich auch schon wieder 2 neue nummern bekommen. der vorteil ist, dass wir viel mehr sachen mit einheimischen machen können, deswegen sind wir doch ganz happy momentan, das jordanische handy zu haben.

wir wollen jetzt mal los zur amman mall, bisher waren wir ja nur in der mecca mall. mal schauen, was erstere jetzt so bietet. also, genießt den freien tag, alles gute für 2005, euer sebastian.

besuch der libanesen

admin | Dezember 30th, 2004 - 18:09

pff… man mag es kaum glauben mit der flutkatastrophe. wir lesen ja fast täglich spiegel online, und es ist wirklich unvorstellbar, was man da so liest. davids (volontär in salt) chefin ist gerade in sri lanka. glücklicherweise ist ihr nichts passiert. man kann es sich aber wirklich nicht vorstellen, wenn man liest, dass bis zu 100.000 leute umgekommen sein könnten. wir haben augenzeugenberichte gelesen, man kann ja nur hoffen, dass sich die situation nicht noch verschlimmert und die hilfsaktionen erfolgreich verlaufen, um zu retten, was zu retten ist.

die letzten 3 tage waren trotz allem sehr schön. die volontäre von der schneller-schule im libanon sind am sonntag angekommen, die volontäre aus der einrichtung für behinderte in beirut am dienstag. wir haben sehr viel unternommen, waren viel in amman unterwegs, u.a. in vielen ecken, die ich selbst noch nicht gesehen hatte. besonders toll war natürlich, als dienstag abend florian ankam, der ja bei mir im jahrgang war. es war schon schön, sich auszutauschen. u.a. weiß ich jetzt, dass sie im libanon noch viel schlechter auto fahren als hier… und hier ist es schon schlimm! ;-)

heute sind sie nach petra weitergefahren, silvester wollen sie in aqaba verbringen. wir hätten gerne mit ihnen zusammen gefeiert, aber wir wollten nicht mit runter nach aqaba, da die hotels fast alle ausgebucht sind und es auch relativ teuer ist – wir wollen ja im januar noch nach ägypten. außerdem waren wir schon in aqaba. anfang januar werden sie jedenfalls zurück kommen, so dass wir dann da noch einmal zusammen etwas unternehmen können. wir werden silvester wohl erst chinesisch essen gehen und dann mal sehen, wohin wir uns in amman begeben, um das neue jahr einzuläuten… das können wir dann immer noch relativ spontan entscheiden.

wir haben momentan bis zum 3.1. ferien, allerdings waren die kinder diese woche 3 tage da. wir hatten allerdings trotzdem frei. im januar sind dann die midyear-exams für alle kinder, wo der tagesablauf anders aussehen wird und wo die kinder sehr viel study time haben, damit sie sich gut vorbereiten können. ab dem 13.1. haben wir dann über 3 wochen frei, wo wir die ägypten-reise geplant haben.

das wetter ist hier die letzten tage übrigens super, in downtown konnte man gestern in der sonne im t-shirt rumlaufen. auch heute war es wieder sehr schönes wetter. ach ja, heute waren wir mit elisabeth schulz, der deutschen pfarrerin, in einer pizzeria essen und danach im cozmo, einem supermarkt, der praktisch alles hat, einkaufen. war auch ein schöner tag. morgen abend werden wir wohl mit sebastian aus salt was machen. also, viele liebe grüße aus amman!

ps: ungeziefer gibt es hier ja eigentlich nicht, aber ich war dann doch erstaunt, gestern abend im flur einer mittelgroßen ratte zu begegnen… sie ist dann allerdings weggelaufen und war nicht mehr zu sehen. als ich mit fotoapparat wiederkam, saß sie wieder da, den kopf zu mir gereckt, aber zu weit weg – und dann war sie auch wieder verschwunden. irgendwer hatte unten im gebäude die tür offen gelassen, da muss sie wohl reingekommen sein. ich fands überhaupt nicht schlimm, aber es ist schon blöde, dass der müll, der immer noch offen rumliegt und ja auch essensreste beinhaltet dann ratten anzieht. wobei die es nicht leicht haben bei den vielen wilden katzen, die wir hier haben, da gleicht es sich dann wohl wieder aus ;-)

wieder zurück in der schneller-schule

admin | Dezember 26th, 2004 - 18:01

so, dann berichte ich mal kurz, wie wir weihnachten nun genau verbracht haben.

also, wie schon gesagt, waren wir am freitag nachmittag im gottesdienst der deutschen gemeinde – leider eine stunde zu früh, so dass wir ein wenig warten mussten, war aber nicht tragisch. wirklich viele leute waren nicht da, aber das ist auch kein großes wunder. die meisten deutschen in amman sind frauen, die jordanier geheiratet haben, und sehr viele haben dann zum islam konvertiert. die gemeinde hat natürlich keine eigene kirche, deswegen war der gottesdienst auch verhältnismäßig früh, da nach unserem noch ein weiterer gottesdienst war.

danach sind wir zu 8 in musas opel kadett nach al fuheis gefahren :-D ist kein so großer weg, 15 min vielleicht, und da ging das dann. bei den jordaniern ist sowas ja auch üblich, wenn auch verboten. interessiert die polizei aber nicht so arg, wie es scheint. in fuheis war dann auch endlich mal was von weihnachten zu sehen, da hier ja fast nur christen leben: lichterketten überall. manchmal eindeutig zu viel des guten – generell stehen die jordanier ja auf blinkende ketten in allerlei farben, die zu allem überfluss auch noch die blinkweise ändern – mal gar nicht, mal schnell, mal langsam… macht eher verrückt, als eine besinnliche stimmung zu erzeugen. der baum der familie munaizel hatte aber keine blinkende kette, was ich auch nicht erwartet hätte. leider war der baum aus plastik, da echte bäume hier einfach wahnsinnig teuer sind (wohl um die 220 euro für ne normale größe, ob die angabe stimmt weiß ich aber nicht, kommt von einem der jungs aus steffens family). so oder so zu teuer, also muss man auf plastik umsteigen. der nadelt wenigstens nicht! das raclette-essen war sehr schön, irgendwie hat man sich wie in deutschland gefühlt. es war sowieso toll, dass wir eingeladen wurden, es gab eine richtig familiäre atmosphäre und war ein sehr schöner abend.

in jordanien ist es üblich, dass man sich am 1. und 2. weihnachtsfeiertag gegenseitig besucht, und zwar schon morgens. war also nix mit ausschlafen. ich lag im wohnzimmer auf dem sofa, steffen im salon (hat jedes arabische haus, der raum, in den man die gäste führt) auf ner matratze. wir wollten um halb 9 aufstehen, da die ersten gäste gegen 9 kommen sollten. viel zu früh! allerdings klingelte es bereits um 8:20, und musas bruder stand im wohnzimmer, guckt mich entsetzt an und sagt: “it’s christmas day! eight thirty! and you are still sleeping?” steffen dachte auch, es wären die ersten gäste, nicht nur musas bruder, und ist wohl hektisch in seine sachen gesprungen, völlig umsonst, wie sich ja herausgestellt hat, denn 5 min. später war er wieder weg… bis 10 hätten wir ohne probleme schlafen können.

mittags sind wir dann mit zu musas eltern zum essen, wir wollten erst nicht so gerne, weil es mansaf gab und wir von reis nun wirklich genug hatten. so wären wir vorm tv sitzen geblieben und hätten uns pizza kommen lassen… als musas kinder das mitbekommen haben wollten sie dann auch dableiben, und so mussten wir dann mit. war aber eigentlich eine ganz gute entscheidung, auch wenn das mansaf wirklich nicht so unser fall ist.

abends hatten wir dann probleme, zur kulturreferentin der botschaft, wo wir ja eingeladen waren, zu kommen. wir hatten leider die anfahrtsbeschreibung samt telefonnummer in der schneller-schule vergessen… schließlich haben wir den notdienst der deutschen botschaft angerufen, unsere nummer durchgegeben und gebeten, er möge frau rudolph anrufen, damit sie uns zurückrufen kann. 5 min. später hat dann tatsächlich das tel. geklingelt ;-) der abend war ganz nett, es war u.a. ein mitarbeiter der chilenischen botschaft da, und auch sonst interessante leute. wir haben uns gut unterhalten, auf englisch, ich war ganz erstaunt, dass ich mich doch ganz gut ausdrücken kann inzwischen. einen neuen kontakt haben wir auch geknüpft, zu einem jordanier der auch ein wenig deutsch kann. hat sich auf jeden fall gelohnt.

so, wir sitzen jetzt hier und warten auf die libanesen ;-) – mal schauen, wann sie kommenn. viele liebe grüße und noch einen schönen 2. weihnachsfeiertag!